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Samstag, 28. Juli 2012

Peter Horn – Feuernebel


Kommen wir kurz zu einem ganz kleinen Buch, denn der „Feuernebel“ von Peter Horn hält gerade einmal 144 Seiten an und ist schnell gelesen.

Drei Jugendliche namens Daniel, Teresa und Markus haben einen Hof in Brand gesteckt und sich in die Berge geflüchtet. Wie im Verlauf klar wird, kennen sich Daniel und Teresa schon länger und haben den Außenseiter Markus in ihren Freundeskreis aufgenommen. Dieser hatte unter anderem auch Probleme mit seinem oft betrunkenen, gewalttätigen Vater dem zufällig ein Hof gehört. *g*

Der Besitzer der Hütte in der sie sich einquartierten taucht irgendwann auch noch auf, weil auch dieser den Problemen entfliehen wollte, die ihn quälen. Der Klapptext erwähnt noch immer mehr Spannungen. Diese sind zwar vorhanden, aber nicht unbedingt in der Form in der man sich dies denken mag, wenn man von der Polizei gesucht wird und sich in den Bergen versteckt. Vielmehr bahnt sich da eine leichte Dreiecksgeschichte zwischen den Dreien an. Denn so aufeinander gedrängt, ist das Miteinander ganz anders als in unverfänglicher Raumfreiheit.

Viel mehr kann man auch kaum mehr über den Inhalt verraten ohne schon fast alles zu verraten, das Buch haucht einen durchaus verzweifelt an, leider war es genau in dem Moment schon zu Ende, als man sich vollends gänzlich mit den Charakteren anfreunden konnte. Es ist zwar nicht mehr notwendig, da im Endeffekt alles gesagt wird was gesagt werden muss und es wird auch nicht künstlich gestreckt, was ebenso sehr löblich ist. Aber es ist irgendwie schade, wohl wissend dass mehr dem Ganzen nicht gut stehen würde.

Die Atmosphäre ist sehr stimmig, mitunter beklemmend und aussichtslos, die Umgebung voller Metaphern und die Probleme durchaus tiefgründig, d.h. für die Länge steckt viel drin. Aber es ist halt leider alles andere als lang. Wie wenn man sich gemütlich in einer neuen Wohnung in einer schönen Lage einrichtet und ausziehen darf, kaum dass die Renovierungsarbeiten zu Ende sind.

Daher eine kurzweilige Unterhaltung mit der Betonung auf kurz, die sich gut liest aber leider viel zu schnell zu Ende ist. Für zwischendurch lesenswert und war bei mir ideal zum täglichen Pendeln.

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